martin krusches [flame] backroads
Fisker Karma
Mir ist aufgefallen: Tesla sagt selbst Laien etwas, Fisker
nicht nicht einmal unbedingt Leuten aus der Energiewirtschaft. Interessant, hm? Wie gut,
daß Gleisdorf unter dem Solarbaum eine Stromtankstelle hat. Sonst wäre der
Weiße wohl kaum im Ort geblieben.

Eine Hybrid-Bestie. Dieses lächelnde Geschoß aus Kalifornien hockt auf
zwei Elektromotoren, aus denen es rund 400 PS bezieht. Fast gruselig, das bringt insgesamt
etwa 1.330 N m Drehmoment. Aus dem Range Extender kommt zusätzlicher Saft.
Dessen turbogeladener Zwei-Liter-Ecotec von General Motors werkt mit etwa 200 PS.

Das Kräftespiel in dieser Hartschale ist also erheblich. Die
Gewichtsverteilung mit 47% vorne und 53% auf der Hinterachse ist nicht zu überbieten. Der
Markenname leitet sich vom 1963 in Dänemark geborenen Henrik Fisker her, einem Designer,
der schon allerhand im Hochpreissegment gemacht hat. So auch am Tesla Modell S.
Mit den Werbetextern geht es allerdings manchmal etwas durch: "Die
eleganten Linien der windgepeitschten Sanddünen und die muskulöse Anmut eines Tigers
inspirierten das Design des Fisker Karma." (Quelle: Fisker)
Als Proletarier-Bub frag ich gar nicht erst nach dem Preis. Sowas haben
wir nicht. (Flüster: Er liegt jenseits der 100.000.) Aber ich sehe eben gerne, was alles
gemacht werden kann. Der fast Fullsizer (4.998 mm Gesamtlänge) hat unter der
Haut einen Spaceframe.

Das Solarpaneel auf dem Dach sieht gut aus. Was bringt es? Den
Zigarettenanzünder betreiben? Ich weiß es nicht. Wenn man bedenkt, wie viel ein
konventionelles Getriebe frißt, das die Motorkraft Richtung Räder verteilt, ist der
Elektriker natürlich ein Hammer.
Ich vermute, bei Ampelstart kann den Fisker kaum etwas herbrennen, was bei
uns Nummerntafeln bekommt. Naja, so jenseits aller Vernunftlösungen ist das freilich ein
Image- und Technologieträger, nicht unsere Automobilzukunft. Gut? Gut!
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