kunst O.ST: labor #8

„Leader-Kulturkonferenz“
Donnerstag, 29. Jänner 2009
18:00 Uhr, „Forum Kloster“, Gleisdorf
[Details]

Ende Jänner 2009 findet im Gleisdorfer „Forum Kloster“ die erste „Leader-Kulturkonferenz“ der Steiermark statt. Ein Auftakt. Dem folgt eine „Reise durch die Regionen“. Der Ausgangspunkt: Kunst, Kultur und Soziales werden in der „Energie-Region Weiz-Gleisdorf“ zunehmend als zusammenhängende Felder begriffen. Dafür kam es aus zwei Bereichen zu wichtigen Impulsen. Das Kunstfestival „steirischer herbst“ war 2007 erstmals mit einem Projekt in Gleisdorf vertreten. Zu der Zeit sind im Rahmen der „Solidarregion“ Anregungen aufgegriffen worden, Kunst, Kultur und Soziales zusammenzudenken.

Es entstand die soziokulturelle Drehscheibe „kunst O.ST“ mit ihren regionalen Aktivitäten, aber auch mit einzelnen Schritten über die Landesgrenzen hinaus. Das „Labor“ dieses offenen Kreises lieferte inzwischen Grundlagen für zeitgemäße Akzente im Kulturgeschehen, um soziokulturelle Aufgaben abseits des Landeszentrums Graz auf der Höhe der Zeit bearbeiten zu können.

Das stand im vorigen November auch beim „Leader-Kultur-Treffen“ zur Debatte. Gabriele Russ (Leiterin der Kulturabteilung des Landes Steiermark) und Angelika Vauti-Scheucher (Leiterin der „Kultur Service Gesellschaft“) hatten in das Grazer „Kunsthaus“ geladen. Dort wurde der „kunst O.ST“-Projektentwurf von zwei Stellen besonders mit Interesse bedacht. Sandra Kocuvan (Abteilung 9: Kultur) und Gerald Gigler (Abteilung 16: Landes- und Gemeindeentwicklung) sehen im „Gleisdorfer Ansatz“ eine wichtige Option, um die kulturelle Verständigung und den Erfahrungsaustausch zwischen verschiedenen Leader-Regionen der Steiermark voranzubringen.

Gerald Gigler:
„Es handelt sich da um eine wichtige Aktivitätenschiene im Rahmen dieses "intersektoralen europäischen Entwicklungsansatzes für ländliche Regionen", um eben auch die kulturelle Vernetzung innerhalb und zwischen Regionen und deren Akteuren zu fördern, sofern dies die einzelnen Mitgliedstaaten, Länder etc. so vorsehen.“

Aus dem „kunst O.ST“-Labor heraus ist inzwischen eine Praxisebene eingerichtet, auf der die Möglichkeiten von Vorhaben ausgelotet werden sollen, welche mehere Regionen erreichen. Das korrespondiert mit dem „Aktionsprogramm Achse 4 LEADER“. Dieses Programm ist speziell den kulturellen Förderungen im ländlichen Raum gewidmet.

Dazu wurde nun auf Landesebene jene „Reise durch die Regionen“ beschlossen, um eine Art „Konferenz in Permanenz“ einzuführen. Das bedeutet, es wird monatlich eine Leader-Kulturkonferenz geben. Jeweils in einer anderen Region. Der Erfahrungs- und Informationsaustausch hat dabei hohe Priorität. Kunst- und Kulturschaffende sowie engagierte Leute aus dem Sozialbereich finden auf die Art einerseits Gelegenheit, sich über Details, Möglichkeiten und Anforderungen von Leader-Programmen zu informieren. Andrerseits werden ein gegenseitiges Kennenlernen und Begegnen in Augenhöhe angeboten.

Das soll Grundlagen für anspruchsvolle Projekte schaffen. Wer mit EU-Mitteln arbeiten möchte, braucht dazu meist Partnerschaften, muß mit Teilfinanzierungen zurecht kommen und einen nennenswerten bürokratischen Aufwand bewältigen. Die „Leader-Kulturkonferenz“ schafft Gelegenheiten, sich für diese Anforderungen Fachwissen und Verstärkung zu holen.


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