künstlerhaus graz: fakten und debatten, notiz #3

Kommentar zu Künstlerhaus wird ausgeschrieben
vom 3.3.2012 in der Kleinen Zeitung

Die „privaten Künstlervereinigungen“ haben bei einem Gespräch mit Herrn LR Dr. Buchmann im Jänner 2011 dessen Angebot, das Grazer Künstlerhaus in Eigenregie zu übernehmen, abgelehnt. Da sie nicht, wie leider immer wieder kolportiert wird, an gnadenloser Selbstüberschätzung leiden, sind sie der Meinung, dass ein solches Haus eines professionellen Trägers bedarf, der in der Lage ist, ohne inhaltliche Einflussnahme das Management mit profundem Knowhow (Organisation, Logistik, Marketing, PR etc.) zu übernehmen. In einem an Herrn LR Dr. Buchmann übermittelten Konzept wurde ein entsprechender Vorschlag gemacht.

Die ca. 500 Grazer/steirische Künstler/innen vertretenden Künstlervereinigungen verteidigen lediglich ihr in den Künstlerhaus-Statuten als „Stifter“ verankertes Recht auf je eine Ausstellung im KH/Jahr. Da auch sie an einer Qualitätssteigerung die Bespielung des Hauses betreffend interessiert sind, haben sie in ihrem Konzept deutlich gemacht, keinesfalls von einer angestrebten unabhängigen Jurierung und Kuratierung (die z.B. die Berufsvereinigung der Bildenden KünstlerInnen ohnehin schon seit Jahren praktiziert) ausgenommen werden zu wollen!

Selbstverständlich stoßen die Künstlervereinigungen mit ihrem Wunsch, weiterhin im Künstlerhaus ausstellen zu können, auf wenig Gegenliebe bei den anderen Interessenten – wie alle anderen, die sich in Zukunft dort präsentieren wollen, auch!
Auch in der Kunst ist sich letztendlich jeder selbst der Nächste!

Dr. Beate Landen
Präsidentin
Berufsvereinigung der Bildenden KünstlerInnen Österreichs
LV Steiermark


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