30. Juni 2004
Ich lese die jammernden Botschaften von Saddam. Und hoffe, er wird gut behandelt. Sich an den Bestien zu rächen verstellte die Wege, die von solchen Feldern wegführen.

Ich sehe noch immer in Gedanken die Fresse von Pinochet im Kreise von Günstlingen und Gönnern. Es gebührte im Schutz statt einem Schlag ins Gesicht. Das hat schon seine Richtigkeit. Auch wenn es vielleicht auf Anhieb ein wenig schwer zu verstehen ist.

Ich bin kein Pazifist und kein Katholik. Ich bin bloß ein Pragmatiker, der seine Emotionen zu zügeln versucht.

Stell diesem arroganten Fleisch etwas mit Wucht entgegen, das nicht so ist, wie einer dieser erbärmlichen alten Männer. Wie viele tausend Herzen haben sie aus anderen Leibern reißen lassen?

Ich sehe noch immer in Gedanken die Fresse von Pinochet. Ich dachte damals: Lang sollst du leben, arrogantes Fleisch. Und sehen wie die Welt sich ändern.

log141.jpg (27161 Byte)

Nun hat George W. Bush seinen Leuten erlaubt, Gefangene zu foltern. Und sich als oberster Kriegsherr seines Landes von Autoritäten Dispens dafür geholt. Ich bin der Sohn eines Nazi-Soldaten. Ich weiß was von solchen Dingen zu halten ist. Diese Fresse werde ich nicht vergessen.

Du sollst lange leben, George W. Bush. Um zu sehen wie die Welt sich ändert. Ich wandere derweil weiter über die Felder und Bahndämme. Wo einem allerhand durch den Kopf geht.

Mein Mädchen sagte unlängst:
"Du kommst mir vor wie Forrest Gump. Bei dem hat es auch so angefangen."


[kontakt] [reset]

27•03