24. Dezember 2004

Was tut sich in der Stadt? Läßt sich mit dem Kamera-Equipment via Internet gut beobachten. Ich hab mich für das Teil auf dem "Solarbaum" von Hartmut Skerbisch entschieden. Man sieht den Paket-Boten, den ich namentlich nicht kenne, der heute gewiß noch ... na was wohl? reichlich zu tun hat.

log280a.jpg (16394 Byte)

Cut!

Hier eine Notiz vom Klemmbrett, Felix Langhammer hat auf der monochrom-Liste "Bagasch" vorgeschlagen:
"Hier noch eine Top Five von weiteren Dingen, mit denen sich die Menschen mehr beschäftigen sollten (willkürliche Reihenfolge):
# Intellekturelle Rezeption von Horrorfilmen
# Pyrotechnik bzw. Jazzmusik
# Hyperrealität, Postmoderne und dieses ganze Zeugs
# Aquaristik (Stichwort: Zierfische!)
# Kritik der politischen Ökonomie"

Während Stefan Swoboda alias Theo Ludens flötete:
"
gödel! möbius! - popper - gödel! möbius! - popper ...."

Cut!

Ich hab auf der Website mit der Sammlung "American Photography" ein "Krippenbild" entdeckt, für das man gute Nerven braucht. Es stammt von Kike Arnal. Hier sieht man nur einen Ausschnitt von "Victims of the war in Afghanistan":

log280b.jpg (12994 Byte)

Das komplette Bild steht HIER. Kommentar? Kein Kommentar!

Cut!

Ich wünschte, es würde sich herumreden, daß auf dieser Welt KEIN Kampf der Kulturen stattfindet. Daß Al Quaida eine Weltuntergangs-Sekte ist, die mit dem Islam außer den Emblemen nichts gemein hat. Daß wir gut beraten wären, sowas auseinander zu halten. Und daß es der Welt viel bringen könnte, wenn das demonstrative Demütigen von Moslems aufhören könnte.

Denn es verschärft auf mörderische Art, was durch den "Palästina-Konflikt" schon brisant genug ist. Und was inzwischen rund um die Welt den Weltuntergangs-Sektierern Inspiration liefert.

Palästina. Anlaß für ein denkwürdiges Millenium, das noch zu erleben ich aber schon zu alt bin. 1096 brachen die ersten Scharen des sogenannten "Volkskreuzzuges" auf, um in das "Heilige Land" einzufallen. Was schon unterwegs Judenmassaker mit sich brachte und im nahen Osten den Moslems einen kräftigen Eindruck vom christlichen Abendland verschafft hat.

Wir sind nun im Jahrhundert dieses anstehenden Milleniums. Um tausend Jahre Judenhaß und Konfrontationen zwichen Christen und Moslems zu bedenken. Falls diese 91 Jahre noch ohne Katastrophe zu schaffen ist.

Cut!

In der aktuellen "Bezirksausgabe Weiz", quasi der Weihnachtsausgabe des Blattes "konkret", herausgegeben von der vaterländischen FPÖ, schreibt der jugendliche Funktionär Gerfried Schönangerer unter dem Titel "Klares NEIN zu Verhandlungen mit der Türkei":
"1. Die Türkei ist kein europäisches Land. Sprache, Religion, Kultur entsprechen nicht einem Staat abendländischer Prägung."

Es scheint, als sei der RFJ-Landesobmann mit einem sehr bescheidenen Auschnitt der Kenntnis "abendländischer Prägung" im historischen Kontext des oben genannten Jahrtausends zufrieden. Gut, dies ist ein freies Land, man darf sich demnach mit einem schmalen Horizont einrichten. Zumindest als Privatperson. Ein Funktionstragender der Politik macht mir mit solchem Horizont allerdings Sorgen.

Schönangerer meint, durch die Türkei bekämen wir eine gemeinsame
"... Außengrenze mit Georgien, Armenien, dem Irak, dem Iran und weiteren wenig entwickelten Ländern."

Nun könnte man sich wenigstens fragen, wie viel Unberührtheit sich solche Politiker für Österreich realistisch ausmalen, wenn Putin den Druck auf Kleinasien weiter erhöht, der Irak sich nicht stabilisieren läßt, die Türkei von Europa nicht einmal des Verhandelns für würdig erachtet wäre, was die Stabilität dieses riesigen Landes sehr belasten würde ...

Und ich denke zum Beispiel an ... Bosnien. Schmeißen wir Bosnien dann am besten gleich aus Europa raus? Und vielleicht Serbien hinterher, weils in einem Aufwaschen ginge? Und. Und. Und.

Oh Hilfe! So ein "vaterländisches Europa" müßte dort beginnen, wo Conrad von Hötzendorf einst für seinen Kaiser Franz Joseph begonnen hat. Da war mein Großvater schon auf der Welt gewesen. Kurz darauf würde die Welt erneut brennen ...

[kontakt] [reset]

52•04