8. Mai 2007

Die Zeiten der Superlative. Was taugt da nun zu kleinen Glücken? Genau! Glück im Plural: Glücke. Das ist nicht gerade amtlich. Aber es erscheint mir treffend. Denn was mein Glück ergeben kann und was andere Glücke seien, dazwischen liegt viel ... etwa an Kontrasten. Ist es zulässig, auf kleine Glücke anderer herabzublicken? Kaum! Was ist dann mit den Kant'schen Befunden über selbstverschuldete Unmündigkeit? Tja! Und dann das:

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Mein Packen Altpapier mit den Unterlagen vom Boulevard macht mir momentan Staunen ohne Ende. Die "Neue Post" erstaunte mich über das Genre Volkstümlichkeit. Was aber wahrlich journalistische Härte ist, wurde in einer anderen Ausgabe am Beispiel Mireille Mathieu exekutiert. Davon wird noch zu erzählen sein. (Es ist spannend und aufschlußreich, den Falschmünzern auf die Finger zu schauen.) Nebenbei: Der Bilderbogen mit Covers von "Jours de France" ist geradezu ergreifens: [link]

In der Zeitschrift "Der Vierzeiler" geht es dagegen klassisch zur Sache. Ich neige natürlich zur Annahme, solche niedlichen Empfehlungen sollen einen darüber trösten, daß nach wie vor die Republik ausgeplündert wird, daß auch die neue Regierung bisher wenig Schwung zeigt, das zu ändern.

Man verknüpfe diese Zitate mit der bisher von niemandem stichhaltig entkräfteten Behauptung: "Die Profit steigen, die Investitionen sinken."

Wen geht das was an? Na, hier ist von Grundlagen einer Demokratie die Rede. Also im Kern von jener Rechtsstaatlichkeit, die eine kritische Öffentlichkeit sichert.

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Und die eine Politik ermutigt, für eine halbwegs gerechte Verteilung des Wohlstandes zu sorgen. Geht sich aber gerade wieder einmal nicht ganz aus. Das Ungleichgewicht wächst unbestritten. Also! "Wer das Kleine nicht ehrt ..."

Cut!

Was ist denn da nun mit der Sentimentalität, die mich seit gestern hat und die nicht so recht schwinden will? Neben Magic Dick war mir also John Mayall in Erinnerung gekommen. (Den dann auf seiner Website im Buckingham Palace zu sehen, hat mich etwas verwirrt.) Paul Butterfield sowieso; der war zwar ganz allgemein hierzulande nicht so populär, aber die Mundharmonika-Spieler unter uns wußten freilich, wo bei dem der Hammer hängt.

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Beim Kramen kam mir dann noch ein anderes Kuriosum in die Hände. Das Album ist mit 1969 datiert. Das kommt mir für meine Biographie ETWAS früh vor. Aber wenigstes drei Jahre später wird es schon gewesen sein, daß ich mir "Memphis Underground" von Herbie Mann gekauft hab. Das paßt in die Zeit und es ist mir völlig rätselhaft, wodurch wir damals auf solche Musiken gekommen sind.

Da es gestern mit "Whammer Jammer" bei Youtube geklappt hat, versuchte ich es auch damit ... na, FAST: [link] Wer immer das ist, er hat nicht den Groove, den Mann bringt. HIER bekommt man wenigstens einen kleinen Eindruck davon.


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19•07