Ein beeindruckender Job. Ich hatte angenommen, es
werde noch irgendeine größere Komponente
angeliefert, die über alles drübergehoben werden
müsse. Hier befindet sich die entlegenste Passage
des Gleisdorfer Florianiplatzes. Dabei grenzt ein
öffentlicher Parkplatz an privates Terrain; durch
einen schmalen Grünstreifen getrennt, der mit
niederen Randsteinen eingefaßt ist.
Es waren
dann vor allem zwei recht große Bauteile, die
mutmaßlich zur Klimaanlage gehören. Das Haus ist
aufgestockt und nach Süden hin verlängert worden.
Schließlich das Bäumchen auf dem Gebäude.
Dachgleiche. Das Richtfest. Höher wird es nun
nimmer. Ich darf also annehmen, daß es nebenan in
nächster Zeit etwas ruhiger wird.
Davor war
ich abschnittweise vom Klang einiger Bohrhämmer und
großer Trennscheiben begleitet gewesen. Eine gute
Übung in Sachen Gelassenheit, denn wenn sowas einige
Stunden läuft, brauche ich eine gute Portion
Contenance. Ich hab ja nicht die Mittel, derweil in
ein Hotel zu ziehen.

Dafür wurde ich zum Teil wenigstens durch diesen
interessante Prozeß entschädigt, hier verfolgen zu
können, wie sowas heute mitten in der Stadt gemacht
wird. Ein erheblicher Materialbedarf, kaum
Bewegungsraum, keineswegs freie Zufahrten; und das
in nächster Nähe zu einer meist sehr belebten
Verkehrssituation.
Über die
Alois-Grogger-Gasse sind einige Schulen erreichbar,
über die Rathausgasse, eine markante Nord-Süd-Achse,
nicht nur ein großer Parkplatz beim Forum Kloster
sowie dem Haus der Musik. Hier geht es auch Richtung
Fürstenfeld und Feldbach.

Wer immer also da die Logistik unter Kontrolle haben
muß und wer die riesigen Fuhren bewegt, braucht
gleichermaßen Erfahrung wie Mumm. Zugegeben, der
Baulärm kann einem die Plomben lockern. Aber Leben
in der Innenstadt bedeutet eben, daß immer was in
Veränderung begriffen ist. Allein die letzten zehn
Jahre war ich vermutlich kaum je ohne Baulärm.
Häuschen mit Garten im Grünen? Also die
republikanischen Schrumpfversion des Landhauses, wo
einem eigene Ländereien die Nachbarn auf Abstand
halten und Personal den Alltagskram erleichtert?
Lustig! Nein, davon träume ich nicht einmal. Ich mag
das Leben im Herzen einer Kleinstadt.
+)
Florianiplatz