Doch gegen 7:30 Uhr sah das völlig anderes aus. Zum
ersten Mal in diesem Dezember fiel etwas Schnee auf
Gleisdorf. Dieser Hauch hielt bis heute, während die
Stadt durch Kirchgang belebt war. Sonst gab es nicht
viel zu sehen. Außer eben ein wenig Schnee.
Also habe ich mich auf häusliche Mirakel
konzentriert. Mir ist nämlich eben erst ein grüner
Wollsocken aus einem geschlossenen Raum abgehauen,
spurlos verschwunden. Also tippe ich auf eine
Ninja-Socke, die womöglich in Japan ausgebildet
worden ist und nun ihren Kumpel kaltschnäuzig bei
mir zurückgelassen hat. Die Sache ist im Moment noch
ungeklärt.

Dann gleich noch so ein Vorfall. Zwei Tage lang war
ich in ungleichen Wollsocken unterwegs, die mir den
Eindruck machten, sie seien gleich. Eine
hinterhältige Strategie. Ninjutsu-Verdacht! Stecke
ich in ernsten Schwierigkeiten? Das wird sich
zeigen.
Sie sehen, ich weiche dem Ernst des
Lebens derzeit aus und widme mich Randproblemen. Das
soll zur Entspannung beitragen, weil ich
zwischendurch den Kopf rauchen lasse und Pausen
brauche. Es geht mir darum, manchen Verpflichtungen
möglichst moderat nachzugehen und das alte Jahr
zügig bei der Tür rauszukriegen. Meinerseits in
heiterer Stimmung. So stelle ich mir das vor.

Dieses Advent-Weihnachts-Neujahrs-Ding ist ja in
unzähligen Familien für ein Fiasko gut. Schert mich
nicht. Kommt hier nicht vor. Ich dulde derzeit keine
Menschen in meiner Nähe, die mir mit ihrer Art meine
Plomben lockern würden. Ich hab diesbezüglich eine
Sperrbezirk eingerichtet. Gute Sache.
PostskriptumZum Titel dieser
Glosse wäre zu sagen, daß ich ein paar Kekse
geschenkt bekommen hatte. Die sind weg.