
Der kuschelige steirische Revolüzzer
mit Seifenblasen-Knarre.
Es erscheint mir heute nicht besonders smart, dieses
westliche geprägte Europa mit seiner jungen
demokratischen Geschichte rechte generell
schlechtzureden, wie ich das schon eine Weile erlebe.
Ohne Zweifel muten uns diverse Regierungen (und speziell
die EU) allerhand Mängel zu, die sich nicht verbergen
lassen.
Von Mißwirtschaft über Packeleien bis zu
Korruption ist vieles evident. Aber ich halte es für
billig, sich bloß zu ömpören, denn das kann jeder Depp.
Wir haben eine Menge Möglichkeiten, dagegen aktiv zu
werden, ohne daß unsereins nachts von einem Rollkommando
abgeholt und aus der Welt geschafft wird. (Das sieht
derzeit in Rußland oder in den USA etwas anders aus.)
Also was? Ich meine, Kritik sollte begründet, statt
bloß verkündet werden. Botschaften wie „Die Welt is
oarsch“ sind völlig nutzlos. Wie wäre es dagegen, wenn
Sie sich zu diesem oder jenem Thema sachkundig machen
würden? Wenn Ihnen nach Kritik ist, könnten Sie diese
sehr konkret vorbringen. Also kein allgemeines Gewäsch
und Geschimpfe, sondern präzise Aussagen.
Und
dann am besten zum Auftakt einmal dort, wo man lebt, um
es an jene zu adressieren, welche lokal/regional
zuständig und verantwortlich sind. Ja, ich weiß, das
macht Arbeit. Das braucht Mumm. (Sollte man freilich
haben, falls man Kritik üben möchte.)

Ich biete ab sofort preiswerte
Privatmythologien an.
Ich nenne ein einfaches Beispiel, bei dem niemand
Leib und Leben riskiert. Das offizielle Gleisdorf hat
kulturpolitisch einen sensationellen Scherbenhaufen
produziert. Das haben nun nicht bloß Politik und
Verwaltung in Ordnung zu bringen. Dabei sollten auch die
primären Kräfte den eigenen Anteil an der Misere
kritisch prüfen und Ideen entwickeln, wie sich Auswege
bauen lassen.
Mit den primären Kräften meine ich
Kunst- und Kulturschaffende, die kulturpolitische
Erwartungen haben, Ansprüche, mich aber im Unklaren
lassen, wofür und wie sie selbst in all dem
Verantwortung übernehmen möchten.
Einmal dürfen
Sie raten, was bisher geschah! Ab Mitte November 2025
konnte einem dämmern: da braut sich was zusammen. (Seit
Corona mußte man wissen: es werden Probleme auf den
Kulturbereich zukommen.) Nun ist die Jänner-Mitte 2026
schon überschritten.
Ich hab von der Basis des
„Kulturpakt Gleisdorf“ bis heute keine einzige Stimme
vernommen, die irgendwie mit irgendwas auf irgendeinen
konkreten Punkt kommt. (Kulturreferent Karl Bauer
ausgenommen, der demnächst ein Konzept vorlegen wird.)
+)
Gleisdorf: Kulturpolitik+)
Politik