19. Februar 2026

Aspekte und Akzente


Die Stadt ist heute noch nicht lauter geworden. Soll mir recht sein. Demnächst wird wohl auf den Baustellen wieder mehr Betrieb herrschen. Die ruhige Phase habe ich genutzt, um mir in der Weizerstraße das Fundament des Baukrans anzuschauen.

Mein letztes Baustellenfoto ohne Kran stammt vom 6.8.25, am 8.8.25 stand das Gerät. Der Liebherr 202 EC-B 10 ist ein sogenannter Oberdreher, dessen Ausleger bis zu 65 Meter haben kann. Bei einer Hakenhöhe von maximal 63 Metern. Den Turm sieht man folglich von allen Seiten der Stadt aus.

Kein Lift. Es dauert also, bis man bei diesem Kran seinen Arbeitsplatz erreicht. Und das Weltgeschehen? Ich meine, nun besteht Gewißheit: der Faschismus war nie weg, wirft derzeit einen breiten Schatten auf Europa. (Ich will darauf im Moment gar nicht näher eingehen.)

Es muß ja zwischendurch auch unbeschwerte Momente geben können. Ich staune zum Beispiel, wie viel Resonanz dienstags meine kleine Faschingsklamotte bekam. Diese 1.780 Zugriffe von Dienstagnachmittag bis Donnerstagmorgen finde ich kurios.

Mich überrascht aber auch, daß etwa ein Kulturthema („Archipel: Umsetzungsschritte“) 1.459 Hits bekommen kann. In dem Bereich sehe ich meist 250 bis 400 Zugriffe als zufriedenstellend. Aber es geht noch heftiger. „Gleisdorf: Narrative“ stand heute bei 2.499 Zugriffen.

Ich meine, daraus darf geschlossen werden, daß eine öffentliche kulturpolitische Debatte hinreichend Interesse fände und daher geführt werden sollte. Da Gleisdorf als Kulturstadt promotet wird, wäre ja ein Kreis von wenigstens 30 sachkundigen Personen schon kulturpolitisch sehr wirksam.

Wäre ich vor allem auf Quote aus, müßte ich als Automobilpaparazzo zulegen. So brachte mit ein Hummer (H2) in Gleisdorf ab dem 21. Jänner satte 17.305 Zugriffe. Sie sehen, das läßt sich alles über Themenstellungen ganz unterschiedlich gewichten.



Anders betrachtet, mit solchen Erfahrungen wäre ja ganz gut der Ansatz für eine nächste kulturpolitische Ära zu erarbeiten, denn die Welt ändert sich gerade grundlegend. Wäre? Nein, kein Konjunktiv. Im „Archipel“ nehmen wir das längst sehr ernst.

+) Gleisdorf: Kulturpolitik
+) Archipel (autonome Kulturformation)


[Kalender] [Reset]