22. März 2026

Und nun langsamer!

Ich bin über die Jahre zu einem Teilzeit-Eremiten geworden. Das bedeutet, ich brauche sehr viel Stille. Da sind dann Wochen wie die letzten beiden, in denen ein Termin dem anderen folgte, für mich eine harte Strapaze.

Darüber kann ich mich allerdings nicht beklagen, denn es bewegt sich gerade sehr viel einem günstigen Sinn. Dazu kommt, daß ich – einer Deppen-Allergie folgend – kaum noch mit unangenehmen Menschen zu tun hab. Im Gegenteil. Ich darf mich in meinem Umgang mit der Welt an einer hohen Dichte inspirierter und geistreicher Menschen erfreuen.

Um es offen zu sagen, jenseits solcher Qualitäten mag ich auf den Umgang mit der Welt gerne verzichten und bleib lieber in meiner Hütte. Nein, keine Einsiedelei im Nirgendwo. Eine komfortable, zweigeschoßige Wohnung mitten in der Stadt.

Heute ist Sonntag. Langsamer werden. Zeit, um Erlebtes aufzuarbeiten. Da hab ich in den frühen Morgenstunden einen Stadtspaziergang absolviert, den ich in einem Lokal bei Kaffee und Apfelstrudel abschloß, wo ich in einem von drei Gasträumen ganz allein gewesen bin.

Den Freitag davor hatte ich als Teil einer Landpartie alter weißer Männer ein Ensemble von Austro-Daimler Automobilen sehen können. Von dieser Marke sind nicht gar so viele erhalten geblieben und die Dokumentationslage ist sehr dürftig. Technologie- und Mobilitätsgeschichte mit Fahrzeugen, von denen damals manche den Gegenwert eine stattlichen Villa mit Garten gekostet haben.

Aber mit Mathematiker Heimo Müller ("Blogmobil") an Bord hatte ich dann auch andere Themen. Etwa unsere Mediensituation und die Veränderungsschübe durch Künstliche Intelligenzen. Müller hat davon eklatant viel mehr Ahnung als ich. Eine vorzügliche Voraussetzung für anregende Gespräche.



Heimo Müller im "Kulturraum".

Das ist überdies einer der Themenkomplexe, mit denen wir uns im „Archipel“ befassen. Dem steht gegenüber, was uns im Raum realer sozialer Begegnungen gelingt. Heimo Müller war nun der überhaupt erste projektfremde Besucher, den ich in unseren neuen „Kulturraum“ führen konnte.

Im Archipel ist jedes Vorhaben ein autonomes Teilprojekt. Der „Kulturraum“ haben wir dynamisch angelegt und er wird, wenn alles klappt, durch einige Leerstände der Staat wandern. Nun also die Startphase. Müller ist übrigens Exponent der „Entropy Hackers“, was bedeutet, er und diese Crew befassen sich mit Fragen, von denen ich vergleichsweise noch sehr wenig weiß.



„Entropy Hackers“

xxWir haben uns vorgenommen, das über einen möglichen Austausch, eventuell auch über eine Kooperation von „Archipel“ und „Entropy Hackers“ zu ändern. Wenn‘s so kommt, bin ich bald etwas smarter; etwa bei Themen wie: „What Dissipative Structures Have to Do With Everything“.

+) Entropy Hackers
+) Archipel: Kulturraum


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Ünrigens! Satte Geschichte über einige
Zusammenhänge unsrer Arbeit:
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