Die Straße von Hormuz, eine Wirtschaftsroute von
internationaler Bedeutung, hatte der GröFaZ bei
seinen genialen Kriegsplänen offenbar strategisch
und taktisch gleichermaßen übersehen oder
unterschätzt. Da hilft nun offenbar auch das nicht:
„We have rebuilt our army. We have the strongest
army in the world, and we produce the best military
equipment in the world.“So wäre zwar
einmal mehr geklärt, wer heute „den Längeren“ hat,
aber es nützt wenug und richtet enormen Schaden an,
den anschließend Generationen abtragen müssen.
Derweil lassen mich Leute, die bezüglich Iran
offenbar eine Ahnung haben, zweierlei wissen lassen.
Das Mullah-Regime scheint nicht erschüttert zu sein,
während der Krieg eine Kulisse bietet, hinter der in
iranischen Gefängnissen ein Massenmorden begonnen
hat.

(Quelle: Tagesspiegel)
Nebenbei ging sich für den vorherigen
Regierungs-Chef Ajatollah Ali Khamenei der
Märtyrer-Tod aus, was dem Mullah-Regime
propagandistisch sicher nützt. Wenn ich dann lese,
daß unter meinen Leute welche seufzen,
„die
Menschen“ würden
„aus der Geschichte nichts
lernen“, frage ich: welche
„die Menschen“?
Und was genau gäbe es da zu lernen, was wir nicht
schon wissen?
Noch rührender finde ich jene,
die all das Grauen für einen Mangel an
„Erwachtsein“ halten, die von einer
„alten
Matrix“ zu erzählen wissen, in der weite Teile
der Menschheit befangen seien. Solches Geraune
erspart einem zweierlei. Man muß sich mit dem
Phänomen menschlicher Begehrlichkeiten nicht weiter
auseinandersetzen und man braucht selbst keine
Verantwortung für all das zu übernehmen.

(Quelle:
Die
Presse)
Verantwortung?Im Sinn von: Was
kann ich selbst da, wo ich stehe, konkret tun, daß
Mitmenschen nicht als Ressourcen verbraucht werden
und daß politische Verhältnisse zugunsten der
Menschenwürde stabil bleiben? Aber auch: Wie bleibe
ich ein Zeuge dessen, was der Fall ist, statt mich
den Propagandisten anzuschließen, die für
eigennützige Lobbyarbeit Legenden verbreiten?
Mindestens in meiner Umgebung sollte seit dem
gut dokumentierten Eichmann-Prozeß ziemlich klar
sein, wie sich Eigennutz den Tyrannen sehr eifrig
andienen kann, um Karriere zu machen. Wer es sich
verbessern möchte und dabei das Unglück anderer in
Kauf nimmt, geht mitunter ziemlich weit.

Ich denke, es war der Soziologe Gunnar Heinsohn, von
dem mir diese Frage in Erinnerung blieb:
„Wo
nehmen die Tyrannen all das Personal zum Morden
her?“ Aber wir wissen das. Es sind vielfach
recht brave, unscheinbare Leute ohne besondere
Eigenschaften, die für gute Gründe empfänglich
werden.
Gute Gründe, weshalb man Mitmenschen
zu Gegenmenschen und schließlich zu Nichtmenschen
erklären kann. Dann wird sich so jemand - gemäß den
eigenen Talenten - da oder dort einreihen. Eher in
der Verwaltung, eher in der Propagandabteilung, eher
im Transportwesen, eher bei bewaffneten Verbänden.
Aus der Geschichte haben wir all das schon gelernt.
Fragt sich, in welchem Lager man steht.
+)
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