Etliche Physiker im Kielwasser von Max Planck waren
so viel jünger, als ich es heute bin, während sie
Dinge ausdachten, die meine Auffassungsgabe
übersteigen:
„The theoretical foundations of the
subject had been laid down in the first three
decades of the century, from Max Planck’s great 1900
paper implying the quantization of energy through
Pauli’s postulating of the neutrino (Gino Segrè’s
research specialty) at the end of 1930.“
Das notierte John Derbyshire in „The Brat Pack
of Quantum Mechanics“. Und zwar in einem Magazin,
das ausgerechnet „The New Atlantis“ heißt. In dessen
Redaktion meint man:
„Our culture finds itself
in a moment in which the term ‚science and
technology‘ has become fraught.“ Paßt ja
hervorragend zu meinem aktuellen Zustand.

Wolfgang Pauli war mit mir sehr
geduldig.
KnabenphysikQuantenmechanik
wurde ursprünglich übrigens „Knabenphysik“ genannt.
Das bezog sich auf
„The Boys’ Club of Early
Quantum Mechanics“. Dazu schrieb Vasudevan
Mukunth in „The Wire“:
„They were Wolfgang
Pauli, Paul A.M. Dirac, Werner Heisenberg and Enrico
Fermi, all born at the turn of the century. Until
about 1930, these four physicists, almost growing up
together in various parts of Europe, extending Max
Planck’s revolutionary idea of energy being
transported in discrete packets to various areas of
the natural sciences in parallel, laid the first
robust conceptual foundations of theories that would
come to rule the 21st century. One of those was the
famous exclusion principle, formulated by Pauli in
January 1925…“In diesen Zusammenhängen
kam auch Niels Bohr ins Spiel. Zu all dem passend,
nämlich um meine Vorstellungskraft weiter ächzen zu
lassen, hieß es vor einige Jahren, ein Team von
Anton Zeilinger habe mit dem acht beziehungsweise
zwölf Milliarden Jahre alten Licht von zwei Quasaren
die Quantenverschränkung bestätigen können.

Ingeborg Bachmann fand das auf Anhieb nicht
rasend interessant.
Hamish Johnston schrieb in „Physics World“ über das
Ereignis von 2017:
„Light that has travelled
billions of light-years from now-ancient quasars has
been used by physicists to close the
‚freedom-of-choice‘ loophole in Bell tests of
quantum entanglement.“ (Bell-Test beziehen sich
auf den Physiker John Stewart Bell.)
In
„Rudolphina“, dem Wissenschaftsmagazin der
Universität Wien, hieß es zu oben erwähnten
Freie-Wahl-Schlupfloch:
„Mit dem acht bzw. zwölf
Milliarden Jahre alten Licht der beiden Quasare
wollten die Physiker sicherstellen, dass die
Entscheidung darüber, wie die verschränkten Teilchen
gemessen werden, völlig unabhängig von den Forschern
und ihrer Umgebung getroffen wird.“
Nun
das noch: Quasare sind aktive Kerne von Galaxien,
extrem stark leuchtende Gebilde, die von einem
extrem massereichen Schwarzen Loch angetrieben
werden. Alles klar? Na, mir noch nicht!