26. Mai 2026

Oststeirische Felder und Rußland

Na klar hab ich gestern das bekommen, was zu erwarten war, wenn ich bei 30 Grad plus unter die Sonne gehe. Brennende Ränder meiner Ohrmuscheln. Und einen passablen Ermüdungszustand. Wäre ich ein Athlet, hätte ich dieses Wetter angelacht. Bin ich aber nicht.

Die Hitze ist erst seit ein paar Tagen da und ich bleibe ein wenig stur. Wenn schon, dann aber! Ich ging auf meinem Weg über die Felder im Schatten, wo immer es möglich war. Meist aber nicht. Immerhin hatte ich reichlich Sonnenschutz aufgelegt. Nutzt zu wenig. Meine Haut spannt, wo immer sie frei gelegen hat.


Sie merken, da komme ich jetzt nur raus, wenn ich mich ein wenig über mich selbst lustig mache. Für mich notorischen Stubenhocker, keineswegs taufrisch, war ohnehin klar, daß mich dieser Pfingstmontag Kraft kosten würde.

In meinem Leib ist nichts von Körpertraining oder gar Kühnheit. Es regiert das Poetische. Also mußte ich aus genau diesem Grund raus zu den Gräsern, zum Gestrüpp, in die Hitze. Es war nämlich vor allem eine sehr schöne Idee, zumal ich zwei Tage nicht gesprochen habe, außer unterwegs jemanden zu grüßen.


Sprechen verbraucht sehr viel Konzentration. Wenn ich diese Konzentration über das Schweigen einspare, bekommen andere Angelegenheiten mehr Platz. Etwa diese Idee, daß ich raus will, rüber auf die Felder, ohne mich von den avisierten 30 Grad beeindrucken zu lassen.

Danach war ich zwar merklich derangiert, aber ich bereute es natürlich nicht. Es liegt ein spezieller Zauber in der Möglichkeit, seinen eigenen Ideen zu folgen; auch wenn es gelegentlich schmerzt. Dabei wollte ich schon gestern meine Gedanken zu Putin und Rußland weiterführen.


Weshalb er den Krieg gegen die Ukraine nicht beenden kann, selbst wenn er es wollte. Auch weil er ihn recht wahrscheinlich nicht gewinnen wird, was Rußland noch mehr zu einer Bedrohung für Europa macht. Und zwar unter anderem aus ökonomischen Gründen. Zuzüglich aus innerpolitischem Kalkül, um seine aktuelle Blamage zu bemänteln, die jetzt schon fett in den Geschichtsbüchern steht.

Denn was hat der Schwätzer Putin wirtschaftlich anzubieten? Gas und Öl. Aktuell enorm reduziert; bei einer sehr teuren Kriegsmaschinerie und einer miserablen Geschäftslage. Sonst eigentlich annähernd nichts, um die heimische Kriegswirtschaft voranzubringen.


So viel vorweg, Putins Reich war schon länger… arm! Ein paar anschaulich Zahlen, die ich grad finden konnte:

+) Rußland: BIP pro Kopf im Jahr 2024 pro Staatsbürger:
umgerechnet 14.871,00 US-Dollar
+) Rumänien: BIP pro Kopf im Jahr 2025 pro Staatsbürger:
umgerechnet 22.724,50 US-Dollar
+) Bulgarien: BIP pro Kopf im Jahr 2025 pro Staatsbürger:
umgerechnet 20.920,70 US-Dollar [Quelle: statista.com]

Zum Vergleich dazu zwei Zahlen aus der nämlichen Quelle:
„Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Österreich 51.828,- Euro.“ Und „Im Jahr 2025 betrug das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Deutschland 53.516.- Euro.“

+) Vorlauf: Der russische Pate I
+) Politik (Übersicht)


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