mythos puch IV, dokumentation, blatt #5

Die nächste der vier Stationen des 2017er Kunstsymposions, diesmal in Hofstätten an der Raab. Heuer ist wieder Standard, was ich vor Jahren über Kunst Ost eingeführt habe: dezentral angelegte Vorhaben, die sich dann an mehreren Orten der Region manifestieren, dabei aber in einem engen inhaltlichen Zusammenhang stehen, der gründlich erarbeitet wurde.

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Autor Martin Krusche (links) und Bürgermeister Werner Höfler
Zwischen den beiden im Hintergrund die Bürgermeister
Robert Schmierdorfer (links) und Peter Moser

Das bedeutet zweierlei: a) Nicht zentralisiert und b) keine beliebige Nummernrevue mit dem, was gerade daherkommt. Dafür stehen erneut jene drei Bürgermeister mit uns ein, die man hier auf dem Foto von Ursula Glaeser sieht. Der Preis dafür ist nicht bloß in Geld bemessen.

Es geht um Geduld für den laufenden Prozeß, der nicht auf ein vorab detailliert festgelegtes Ziel gerichtet ist. Es geht darum, diese Offenheit in der Zielsetzung zuzulassen. Es geht um die stellenweise auch irritierende Arbeit mit einem komplexen und kontrastreichen Team. Siehe dazu das Doku-Blatt zur ersten Session des Symposions: [link]

P.S.:
Das Auto auf diesem Foto gehört dem vormaligen Berufskraftfahrer Sigi Spreitzenhofer. Als wir nach der Eröffnung bei einem Bier zusammenstanden und ich ihn nach einigen Details seiner Profi-Laufbahn fragte, erzählte er von jenem Steyr-Diesel der Plus-Serie (90er), auf dem er mit nur einem Motor eine Million Kilometer gemacht habe.

LKW-Fachmann Tom Kada bestätigte mir: "Ja das geht sich aus. Steyr hat sogar eigene Plaketten für 100.000, 250.000 Kilometer usw verteilt." Damit war für mich die Themenstellung für Mythos Puch V im kommenden Jahr klar: "Zugkraft und Ladekapazität" [link]

Das schließt auch fugenlos an das heurige Teilthema in der Zusammenarbeit mit Hofstätten im Rahmen des Projektes "Dorf 4.0" an: "Vom Pferd zum Sattelschlepper": [link]

Das bleibt inhaltlich weiter mit dem Projekt "Mensch und Maschine" verwoben, das ich gemeinsam mit Wissenschafter Hermann Maurer im "Austria-Forum" entfalte: [link]

Damit mag ferner nachvollziehbar sein, wie sich hier die thematische Hintergrundfolie ausmacht, die ich heuer festgelegt habe: Volkskultur, Popkultur und Gegenwartskunst in ihren Berühtungspunkten. So ist das, um ein Beispiele zu haben, letztlich gemeint, wenn ich von kollektiver Wissens- und Kulturarbeit rede, die sich in einer Praxis des Kontrastes einlösen möge.

Übrigens, auch das 2018er Kunstsymposion, ist schon angelegt, selbstverständlich weiter im Kontext von "Dorf 4.0". Der Titel lautet "Interferenzen" [link]


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