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BILDER

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144 aus farbigem und weißem Papier zusammengenähte Umschläge wurden so ineinander gelegt, dass zwölf Sätze aus jeweils zwölf Umschlägen entstanden (der größte Umschlag 40 x 42 cm, der kleinste 13 x 8 cm). Alle Umschläge waren mit Varianten von Ereignismomenten, die formbildende Bedeutung hatten, nach folgenden zwölf Paradigmen beschriftet:

1) Anweisung für die Zuschauer, 2) Handlungszeit der gesamten Aktion, 3) Handlungsort, 4) Wetter, 5) Farbe der Umschläge, 6) Klang, 7) Objekt der Wahrnehmung, 8) Zeitpunkt der Beendigung der Geste (Handlung), 9) Reaktion der Zuschauer, 10) Bedeutung der Geste (Handlung), 11) Interpretation, Anleitung, 12) Faktographie. Die Sätze von Umschlägen wurden auf einem Feld an die geladenen Zuschauer verteilt (30 Personen, zwölf von ihnen erhielten Umschläge). Während die Zuschauer die Umschläge öffneten und sie in einer Linie (ungefähr 50 Meter) vor sich in den Schnee auslegten, entfernten sich drei Teilnehmer von den Zuschauern, gingen über das Feld und verschwanden im Wald. Nachdem sie die Aufschriften auf allen Umschlägen gelesen hatten, klebten die Zuschauer jeden Umschlagsatz so zusammen, dass sich zwölf farbige Bilder-„Rahmen" ergaben: zunächst den größten Umschlag, danach den nächst kleineren usw. Alle Aufschriften mit Ausnahme der Faktographie der Aktion (d.h. Hinweis auf Ort und Zeit der Aktion und die Namensliste der Teilnehmer) waren nun unter den Umschlägen verdeckt. Zum Schluss wurden diese Bilder als faktographische Dokumente der Aktion an die Zuschauer verteilt.

Gebiet Moskau, Pavelecker Bahnlinie, Bahnhof „Rastorguevo", Park „Suchanovo"
11. 2. 1979
A. Monastyrskij, N. Alekseev, N. Panitkov, I. Javorskij

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