|
25. April 2026
ich kann es spüren wie ich bei meinen gängen
ins gestrüpp die pose eines alten mannes eingenommen hab
so vermag ich zu verwalten was mir an kraft geblieben ist
an manchen stellen steckt seit jahrzehtnen ein schmerz in
meinem fleisch in meinen knochen wie blanke nägel die
gelentlich erblühen
ich hab gefahrenzonen nie gescheut
jetzt wenn ich diese wunden stellen spüre denke ich
sentimental wie es sich angefühlt hat zu überleben
mein
dasein hat sich in mich eingegraben mit rissen schnitten und
mit ungezählten brüchen
das hat sein gutes heute darin:
ich bin nicht rätselhaft verschlissen und das geschenk der
letzten jahre hat eine schlüssige geschichte als fundament
drum geh ich langsam durchs gestrüpp
--
[Kunst Ost: Lyrik] --
[Kalender] [Reset] |