6. Juni 2026

Der russische Pate VI

[Vorlauf] Ich befinde mich im Lager jener Leute, die überzeugt sind, Pate Putin könne den Krieg gar nicht beenden, denn das wäre sein sofortiger Untergang, da er als Feldherr völlig versagt hat. Seine wesentlichen strategischen Ziele sind allesamt unerreicht. Ich denke, die Ukraine und ein relevanter Teil von Nationen werden den Modus für ein Kriegsende erarbeiten müssen.



Kleine Phantasie-Reise per KI: Die Berichte sind entsetzlich!

Was mich erstaunt hat: Die Ukraine ist als Militärmacht unglaublich gewachsen. Es wird den russischen Einheiten vermutlich unmöglich bleiben, dort noch nennenswert Boden zu gewinnen. Tim Krüger notierte in der Frankfurter Rundschau: “Der Kern dieser Entwicklung liegt im massiven Einsatz autonomer und unbemannter Systeme. In den Kriegsjahren seit 2022 hat die Ukraine eine Rüstungsindustrie aufgebaut, die heute zu den dynamischsten der Welt zählt.“ [Quelle]

So hat sich auch grundlegende verändert, was ich aktuell unter Krieg verstanden hab. Da heißt es weiter: „Drohnen töten russische Soldaten schneller, als sie an die Front gebracht werden können, wie Analysten des Institute for the Study of War Anfang Juni 2026 festhielten. Das ukrainische Tiefenangriffsprogramm trifft zudem Öl-Infrastruktur weit im russischen Hinterland und verschafft Kiew einen wirtschaftlichen Hebel gegenüber Moskau.“



Was sich eventuell abzeichnet... (Quelle: Polskie Radio dla Zagranicy)

Ich lese im Wall Street Journal: „Russia’s Elite Is Souring on the War. Putin Doesn’t Seem to Care.“ Also: „Russlands Elite wendet sich zunehmend vom Krieg ab. Putin scheint das nicht zu kümmern. Einige prominente Kriegsbefürworter argumentieren, der Krieg bringe immer weniger Nutzen und ein vollständiger Sieg sei unerreichbar.“ [Quelle]

Um die Kampfmoral russischer Truppen dürfte es sehr schlecht bestellt sein. Dort herrschen nicht bloß Versorgungsprobleme aller Art, sondern zusätzlich offenbar Terror durch Folter und Schikanen. Irina Rastorgujewa meinte in der FAZ „Russlands Rekruten: Diese Soldaten dienen als lebende Köder“. [Quelle]

Sebastian Ehm in ZDF heute: „Durch eine IT-Panne werden Tausende Beschwerden russischer Soldaten und ihrer Angehörigen öffentlich. Sie zeigen ein grausames Bild der russischen Armee.“ [Quelle] Die Fallschilderungen sind furchterregend. (Es gibt mittlerweile im Web zahlreiche Handy-Videos, die das illustrieren.)



Ja? Und zwar weil...?

Im Merkur heißt es: „Putin lässt die eigenen Rekruten durch Demütigungen und Schikane brechen“. Solche Berichte gibt es übrigens seit Jahrzehnten. Die „Dedowschtschina“, eine „Herrschaft der Alten“, ist menschenverachtende Folklore, der auch Ansätze zu Kriegsverbrechen entspringen, denn: „In der russischen Armee ist das brutale Schikanieren ein einzigartiges kulturelles Merkmal und ein prägender Teil der militärischen Identität. Die betroffenen Soldaten lassen es an Zivilisten aus.“ [Quelle]

Und zuhause? Zack! Zurück hinter die ersten Errungenschaften der Arbeiterbewegungen, welche Kinderarbeit betrafen. Ich hatte hier schon mehrfach betont, daß Rußlands Wirtschaft gerade den Bach runtergeht. Dazu lese ich in The Telegraph: „Russia is considering lowering the country’s working age to 12 and reopening Soviet child labour camps to solve the country's job crisis.“ [Quelle]



Herr Hans Karl räumt wieder einmal auf.

Postskriptchen

Ich habe hier schon einige Male den Herrn Hans Karl erwähnt, dessen Ankommen bei Kunst Ost ich vor einer Weile abgelenen mußte. Er war mir über geraume Zeit durch prorussische Parolen, demonstrative Putin-Verehrung und recht haltlose Beschimpfungen Andersdenkender aufgefallen. Bei meiner heutigen Nachschau fiel mir auf, daß er seine Facebook-Präsenz umfassend bereinigt hat. [Fortsetzung]

+) Politik (Übersicht)


[Kalender] [Reset]



Da meldet sich der Richtge! (Quelle: NewsX)