Was mich erstaunt hat: Die Ukraine ist als
Militärmacht unglaublich gewachsen. Es wird den
russischen Einheiten vermutlich unmöglich bleiben,
dort noch nennenswert Boden zu gewinnen. Tim Krüger
notierte in der Frankfurter Rundschau:
“Der Kern
dieser Entwicklung liegt im massiven Einsatz
autonomer und unbemannter Systeme. In den
Kriegsjahren seit 2022 hat die Ukraine eine
Rüstungsindustrie aufgebaut, die heute zu den
dynamischsten der Welt zählt.“ [
Quelle]
So hat sich auch grundlegende verändert, was ich
aktuell unter Krieg verstanden hab. Da heißt es
weiter:
„Drohnen töten russische Soldaten
schneller, als sie an die Front gebracht werden
können, wie Analysten des Institute for the Study of
War Anfang Juni 2026 festhielten. Das ukrainische
Tiefenangriffsprogramm trifft zudem Öl-Infrastruktur
weit im russischen Hinterland und verschafft Kiew
einen wirtschaftlichen Hebel gegenüber Moskau.“

Was sich eventuell abzeichnet... (Quelle: Polskie Radio dla Zagranicy)
Ich lese im Wall Street Journal:
„Russia’s Elite
Is Souring on the War. Putin Doesn’t Seem to Care.“
Also:
„Russlands Elite wendet sich
zunehmend vom Krieg ab. Putin scheint das nicht zu
kümmern. Einige prominente Kriegsbefürworter
argumentieren, der Krieg bringe immer weniger Nutzen
und ein vollständiger Sieg sei unerreichbar.“ [
Quelle]
Um die Kampfmoral russischer Truppen dürfte es
sehr schlecht bestellt sein. Dort herrschen nicht
bloß Versorgungsprobleme aller Art, sondern
zusätzlich offenbar Terror durch Folter und
Schikanen. Irina Rastorgujewa meinte in der FAZ
„Russlands Rekruten: Diese Soldaten dienen als
lebende Köder“. [
Quelle]
Sebastian Ehm in ZDF heute:
„Durch eine
IT-Panne werden Tausende Beschwerden russischer
Soldaten und ihrer Angehörigen öffentlich. Sie
zeigen ein grausames Bild der russischen Armee.“
[
Quelle]
Die Fallschilderungen sind furchterregend. (Es gibt
mittlerweile im Web zahlreiche Handy-Videos, die das
illustrieren.)

Ja? Und zwar weil...?
Im Merkur heißt es:
„Putin lässt die eigenen
Rekruten durch Demütigungen und Schikane brechen“.
Solche Berichte gibt es übrigens seit Jahrzehnten.
Die „Dedowschtschina“, eine „Herrschaft der Alten“,
ist menschenverachtende Folklore, der auch Ansätze
zu Kriegsverbrechen entspringen, denn: „
In der
russischen Armee ist das brutale Schikanieren ein
einzigartiges kulturelles Merkmal und ein prägender
Teil der militärischen Identität. Die betroffenen
Soldaten lassen es an Zivilisten aus.“ [
Quelle]
Und zuhause? Zack! Zurück hinter die ersten
Errungenschaften der Arbeiterbewegungen, welche
Kinderarbeit betrafen. Ich hatte hier schon mehrfach
betont, daß Rußlands Wirtschaft gerade den Bach
runtergeht. Dazu lese ich in The Telegraph:
„Russia is considering lowering the country’s
working age to 12 and reopening Soviet child labour
camps to solve the country's job crisis.“ [
Quelle]

Herr Hans Karl räumt wieder einmal auf.
PostskriptchenIch habe hier
schon einige Male den Herrn Hans Karl erwähnt,
dessen Ankommen bei Kunst Ost ich vor einer Weile
abgelenen mußte. Er war mir über geraume Zeit durch
prorussische Parolen, demonstrative Putin-Verehrung
und recht haltlose Beschimpfungen Andersdenkender
aufgefallen. Bei meiner heutigen Nachschau fiel mir
auf, daß er seine Facebook-Präsenz umfassend
bereinigt hat. [
Fortsetzung]
+)
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