Es ist sein vierter Tag unter der Sonne. Der Kleine
muß in annähernd allem achtsam betreut, auch behütet
werden. Das ist von bestechender Klarheit. (Was wäre
daran nicht zu verstehen?) All mein Erlebtes, was
meine Erfahrungen sind, die von tausend
unterschiedlichen Momenten handeln, von Vergnügungen
und von bitteren Momenten, diese Fülle und Vielfalt,
ist für solche Augenblicke nur ein
Hintergrundrauschen.
Die Situation hat im
Kern genau diesen Pulsschlag, seinen Pulsschlag,
diesen geflüsterte Appell in Sicherheit zu sein,
geborgen. Für mich ist das alles freilich vollkommen
vertraut. Ich sehe aber nun meinen Sohn, wie er mit
seinem Sohn zugange ist. Es gibt Fotos, einerseits
von ihm und mir, andrerseits von ihnen beiden, die
sich sehr gleichen, obwohl 34 Jahre dazwischen
liegen.

Mehr ist dazu nicht zu sagen, obwohl da weit mehr
ist. Aber das zeigt sich außersprachlich. Die Mutter
des Buben freut sich vor allem, daß sie noch diese
Woche in ihre vertraute Umgebung zurückkehren kann.
Dieses Trio nun, an seinem eigenen Platz, das wird
ein nächstes Kennenlernen.
Ich bin heute
sorglos, denn ich sehe, wie der Bub mit seinem Kind
umgeht. Das bedeutet auch, da, wo ich stehe, hat
etwas Früheres, mit dem man nichts zu tun haben
will, verläßlich geendet. Es ist nun ein anderes
Leben, wie es sich nach anderen Bedingungen
entfaltet. [
Fortsetzung]
+)
Siehe dazu auch: Alter Mann XIII (Ein Umbruch)