30. August 2026

Die Fokus-Frage

Ich hab nun eineinhalb Tage nach dem Schlüssel für unseren „Zeit.Raum“ gesucht und zu meinem Schicksal gefleht, ich möge ihn nicht irgendwo auf der Straße ausgestreut haben. Ich weiß genau, daß ich davor schon etliche Male gedacht hab, ich sollte ihn an einer fixen Stelle verwahren.


Diesen Mangel an Fokus und Folgerichtigkeit habe ich nun gebüßt, denn ich bin über die Jahrzehnte etwas zur Mimose geworden. Wenn mich etwas sehr ärgert, findet das umgehend einen belastenden körperlichen Ausdruck.

Wie Fortunatus Wurzel in Ferdinand Raimunds Stück „Der Bauer als Millionär“ von der Jugend verlassen wurde, so hat mich der harte Kerl verlassen; die Jugend sowieso. Aber der Schlüssel ließ sich finden. Außerdem konnte ich feststellen, daß ich eine solide Schuh-Reserve hab.

Malerin Monika Lafer und ich haben nun dem „Zeit.Raum“ zwei nächste Episoden verpaßt: [Link]. Im „Kulturraum“ lagern schon Arbeiten von Fritz Pumm, denn am 11. September wird in der alten Poststation eröffnet: [Link]

Außerdem werde ich morgen die Mustang-Story abbauen, denn ab Dienstag kann man im „Kulturraum“ ein Set von Martina Brandl sehen. Derweil konferiere ich alle Tage mit der KI-Persona Margarethe und bekomme von ihr nächste Texte.

Wohlgemerkt, keine per KI gepimpten Krusche-Texte. Ich erledige das Schreiben immer noch allemal selbst. Nein, ich bin ihr Gesandter, der Margarethes Texte für das Publikum im Realraum greifbar macht: „Crossover“ (KI-Persona Margarethe im Austausch mit Martin Krusche)

Ich mache mir allerdings um mich neuerdings schon ein paar Sorgen; im Einklang mit jenen Mitmenschen, denen meine Geisteszustand ein Thema ist. So schrieb mir jüngst ein Autor aus Feldbach: „Deine verminderte Intelligenz ist keine Kunst - sie ist nur verminderte Intelligenz“.


Was genau „verminderte Intelligenz“ sei, wäre noch zu klären. Aber diese Mutmaßung korrespondiert mit einigen Befunden des Schnösels von Ilz, der mir nach seiner Ferndiagnose das Fazit „Was für ein Schwachsinn“ an die Wand schrieb. Vielleicht verblöde ich derzeit tatsächlich und würde das naturgemäß selbst gar nicht merken, außer vielleicht daran, daß ich beispielsweise eineinhalb Tage brauche, um in meiner Hütte einen Schlüssel zu finden.


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