20. Jänner 2026

Licht im Haus


Letzten August wurde da unten die Hecke zurückgeschnitten, dann ein erster Bauzaun errichtet und ein Kran aufgestellt. Der Klassiker zum Lebens im Stadtzentrum. Immer tut sich wo etwas, verändern sich Abschnitte.

Es ist zwar gelegentlich recht laut geworden, dafür gab es allerweil was zu schauen. Natürlich können einem die Bohrhämmer und Fräsen mit ihrem Klang zwischendurch die Plomben lockern. Aber dafür durfte ich staunen, wie da etwa LKW-Fahrer ihre Auflieger in Stellung gebracht haben, auf engstem Raum die langen Fuhren rangiert haben.

Außerdem wette ich, die Bauarbeiter waren allesamt in Aufräumschulungen geschickt worden. Wie da das ganze Feld in Ordnung gehalten werden mußte, damit auf der kargen Fläche noch was geht, fand ich staunenswert. „Ist anders gar nicht möglich“, hab ich mir sagen lassen. (Klar! Vieles auf der Welt wäre anders gar nicht möglich und klemmt dennoch.)

Inzwischen ist die Hütte merklich größer geworden, nach oben und nach Süden erweitert. Am 13. November 2025 war mir die Dachgleiche aufgefallen. Ab da ist es durchgängig ruhiger gelaufen. Heute entdeckte ich morgens in den Fenstern Licht, was wohl bedeutet, daß die Steuerkanzlei vor Ort wieder in einen Normalbetrieb übergeht.


Die Geschichte ist unter anderem deshalb erwähnenswert, weil der Gleisdorfer Florianiplatz in absehbarer Zeit umgebaut werden soll. Das hier ist der entlegenste Teil des Platzes, hinter dem Rathaus gelegen, weshalb man dieses Terrain in der Wahrnehmung nicht mehr dem Platz zurechnet. Aber die Adresse Florianiplatz 12 ist unmißverständlich.

+) Florianiplatz


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