12. April 2026

Erschreckende Pose


Das war ja klar. Trump hat es schon wieder vermasselt. Die Konzeption eine Katastrophe, die Umsetzung ein Fehlschlag. Die Situation in der Straße von Hormuz, einer weltweit bedeutenden Handelsroute, macht ihn erneut zur Witzfigur, die sich dafür zum Beispiel an Europas Nato-Verbündeten abarbeitet.



Trump hat seinen "Independence Arch" schon in Arbeit. (Public Domain)

Ich greife einige Motive aus meiner Notiz vom 7. April noch einmal auf. Eigentlich hätte es zu diesem Schlamassel einer konkret beweisbaren Bedrohung für die USA bedurft, um das Land legitim angreifen zu können und dessen Regime zu schlagen.

Trump trat den Krieg ohne Kongreßbeschluß los, schwächte dabei auch gleich das Völkerrecht um ein weiteres Stück. Israels Interessen, an diesem Feldzug teilzunehmen, verstehe ich zwar, aber sein Vorgehen nicht. (Immerhin ist Gaza als Thema derzeit weitgehend vom Tisch.)



(Quelle: Kurier)

Als der größte Feldherr aller Zeiten hat GröFaZ Trump nun dieser ganzen Region und der Weltwirtschaft enormen Schaden zugefügt, während er iranische Streitkräfte nicht bannen, schon gar nicht schlagen konnte, und das dortige Regime heute sogar stabiler als zuvor erscheint.

Dazu kommt ein enormes Sterben unter der iranischen Zivilbevölkerung durch staatliche Gewalt. Das heißt, der GröFaZ hat eine iranische Mordmaschinerie angekurbelt, mit der die Machthaber und deren Bedienstete jegliche Opposition abzuschaffen versuchen.



(Quelle: ORF)

Inzwischen zeigt der mächtige US-Präsident einmal mehr das Verhalten eines Gossenjungen, der mit Rotznase und geballten Fäusten gegen Leute anrennt, die ihm mißfallen. Zu einem weiteren Ultimatum an den Iran hat er uns wissen lassen, es werde „diese Nacht eine ganze Zivilisation sterben“.

Wer von solchen Phantasien bewegt wird und Kriegsverbrechen ankündigt, sollte vermutlich sehr dringend ärztliche Hilfe bekommen, vor allem aber des Kommandos über eine so bedeutende Streitmacht wie die der USA enthoben werden.



Derweil fragt Al Jazeera: „‘Closer to a break than ever’: Can NATO survive if Trump pulls the US out?“ Wir haben also in Europa schleunigst einige Hausübungen zu erledigen, während wir unmißverständliche Lektionen erhalten, wie sich eine vorherrschende Männerkultur manifestiert, wenn es keine hinreichenden demokratischen Schranken gibt. Ein machistischer Faschismus zeigt uns seinen tobenden Meister.

+) Politik


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