Ich greife einige Motive aus meiner
Notiz vom 7.
April noch einmal auf. Eigentlich hätte es zu
diesem Schlamassel einer konkret beweisbaren
Bedrohung für die USA bedurft, um das Land legitim
angreifen zu können und dessen Regime zu schlagen.
Trump trat den Krieg ohne Kongreßbeschluß los,
schwächte dabei auch gleich das Völkerrecht um ein
weiteres Stück. Israels Interessen, an diesem
Feldzug teilzunehmen, verstehe ich zwar, aber sein
Vorgehen nicht. (Immerhin ist Gaza als Thema derzeit
weitgehend vom Tisch.)

(Quelle: Kurier)
Als der größte Feldherr aller Zeiten hat GröFaZ
Trump nun dieser ganzen Region und der
Weltwirtschaft enormen Schaden zugefügt, während er
iranische Streitkräfte nicht bannen, schon gar nicht
schlagen konnte, und das dortige Regime heute sogar
stabiler als zuvor erscheint.
Dazu kommt ein
enormes Sterben unter der iranischen
Zivilbevölkerung durch staatliche Gewalt. Das heißt,
der GröFaZ hat eine iranische Mordmaschinerie
angekurbelt, mit der die Machthaber und deren
Bedienstete jegliche Opposition abzuschaffen
versuchen.

(Quelle:
ORF)
Inzwischen zeigt der mächtige US-Präsident einmal
mehr das Verhalten eines Gossenjungen, der mit
Rotznase und geballten Fäusten gegen Leute anrennt,
die ihm mißfallen. Zu einem weiteren Ultimatum an den
Iran hat er uns wissen lassen, es werde
„diese
Nacht eine ganze Zivilisation sterben“.
Wer von solchen Phantasien bewegt wird und
Kriegsverbrechen ankündigt, sollte vermutlich sehr
dringend ärztliche Hilfe bekommen, vor allem aber
des Kommandos über eine so bedeutende Streitmacht
wie die der USA enthoben werden.

Derweil fragt Al Jazeera:
„‘Closer to a
break than ever’: Can NATO survive if Trump pulls
the US out?“ Wir haben also in Europa
schleunigst einige Hausübungen zu erledigen, während
wir unmißverständliche Lektionen erhalten, wie sich
eine vorherrschende Männerkultur manifestiert, wenn
es keine hinreichenden demokratischen Schranken
gibt. Ein machistischer Faschismus zeigt uns seinen
tobenden Meister.
+)
Politik