Ein „Christian Nagib“ quittierte mir diesen Notiz
mit der skurrilen Behauptung: „Wenn du Gaza als
‚Gangland‘ bezeichnest, entmenschlichst du über zwei
Millionen Menschen“. Ferner: „Und wer mit Begriffen
wie ‚Gangster‘ argumentiert, zeigt nur, dass er den
Konflikt moralisch nicht begreifen will, sondern ihn
zur Netflix-Story vereinfacht.“
Das Inferno
vom 7. Oktober 2023 gibt mir „moralisch“ keine
Rätsel auf. Nagib und seine Polemik regen immerhin
Überlegungen an: Ist die Bevölkerung eines Gebietes
„mitverantwortlich“, wenn sich dort Gangsters und
Warlords etablieren? Oder sieht Nagib die Hamas als
legitime Vertretung des palästinensischen Volkes?

Ich lese aktuell, eine Mehrheit jener Bevölkerung
sei gegen eine Entwaffnung der Hamas.
„Laut
einer Umfrage lehnen rund 70 Prozent der
Palästinenser die im Friedensplan vorgesehene
Entwaffnung der Hamas ab.“ [
Kurier]
Die Krone titelte:
„Hamas: Entwaffnung wäre
wie ‚Entzug der Seele‘“. [
Quelle]
Der ORF bestätigt:
„Hamas lehnt Entwaffnung ab“.
[
Link]
Ist das Wasser naß? Ist der Papst katholisch? Geben
Gangster ihre Knarren freiwillig ab?

Erst haben also diese Kanaillen am 7. Oktober 2023
jüdische Menschen nicht nur überfallen, sondern
ihnen ein Inferno an Qualen bereitet, zu dem ich
nichts Vergleichbares kenne. (Bestenfalls noch
Aktionen aus den Folter-Containern südamerikanischer
Drogen-Kartelle.) Damit rief die Hamas
unausweichlich eine der härtesten Armeen der Welt
auf den Plan, während sich die Gangster zwischen die
palästinensische Zivilbevölkerung zurückzogen. (Ich
möchte da die Kausalkette nicht aus den Augen
verlieren.)
Nun weiß ich bisher von keiner
Autorität, die aus jenem Gangland Gaza einen
regulären Staat machen könnte. Also bitte mich
aufzuklären, was da im Werden sei und wer das gerade
entwickelt. Wovon da nach meiner Auffassung die Rede
sein müßte, habe ich am 8. November 2025 in „Erklär
mit Palästina!“ skizziert: [
Link]
+)
Palästina (Übersicht)
PostskriptumWir können dann auch gerne
meine Überzeugung debattieren, daß es keinen
„sauberen Krieg“ geben könne und noch nie gegeben
habe. Wo demnach irreguläre Freischärler ein
reguläre Armee zum Ausrücken bewegen, muß allen klar
gewesen sein, was das für Folgen hat,
selbstverständlich auch in erwartbaren Verletzungen
des Kriegsvölkerrechts. Wer das in Abrede stellt:
Träum weiter!