Welches „Rußland“? Ein über Jahrhunderte mit Gewalt
zusammengeklittertes Imperium, dessen jeweils
herrschende Cliquen immer das Problem hatten, daß
ihnen einzelne Ethnien aus dem Verbund abhauen
möchten. Rußland, das letzte Imperium auf dieser
Welt. Im Zentrum ein vormals kleiner Geheimdienstler
mit bescheidenem Monatsgehalt, der sich heute zu den
reichsten Männern der Welt zählen darf.
Also!
Welche Ethnien? Es war schon zaristische Praxis,
Nachbarn zu überfallen und Völker zu unterjochen.
Sehen Sie sich zur Orientierung bloß einmal die
„Liste von Völkern in Russland“ an: [
Link]
Das ist eine sehr lange Liste. All diese Ethnien uns
Subethnien wollten aus freien Stücken unter die
Rockschöße von „Mütterchen Rußland“? Na, das glaub
ich ja sofort!

Wo aber sind der Wohlstand, die Freiheit und die
Sicherheit, wie man sie aus dem kulturellen und
strukturellen Reichtum dieses riesigen Territoriums
sollte herleiten können? Na klar! Hat ihnen „der
Westen“ geraubt, haben ihnen „die Faschisten“
entrissen.
Krieg ist das grundlegende
Geschäftsmodell des Paten von Moskau. Er wird damit
vermutlich weitermachen, weil Putin und seine
Kamarilla ganz offenkundig sonst nichts zu bieten
haben, um wenigstes das Wohlergehen der eigenen
Leute auszubauen. Volksgesundheit? Eine blühende
Wirtschaft? Eine beeindruckende Kultur, in der sich
die ethnische Vielfalt des russischen Imperiums
ausdrückt? Gute nachbarschaftliche Beziehungen, die
einen florierenden Handel sicherstellen? Lustig!
Dafür hat Putin noch nie gesorgt, seit er regiert.

(Quelle: ORF)
Seine Angriffslust offenbart eine simple Motivlage:
Gefolgschaft und Gehorsam im eigenen Land, nutzbare
Arbeitskraft und Bodenschätze, schließlich
Kanonenfutter, um die Maschinerie in Gang zu halten,
mit der sich Rohstoffkolonien sichern lassen und die
eigene Einfluß-Sphäre ausgeweitet werden kann.
Der Krieg gegen die Ukraine zeigt uns, was
zaristische Tradition ist. Das menschliche „Vieh“
der Herrschaft darf sterben. Wir erfahren längst aus
vielfältigen Quellen: Kommandanten wollen den
Nachschub an Kämpfern gar nicht mehr kennenlernen.
Die Soldaten sterben im Einsatz zu schnell. Status
quo: Russen überleben auf dem Schlachtfeld 20 bis 35
Minuten.

(Quelle: Frankfurter Rundschau)
PostskriptumZur Behauptung, die
Ukraine sei „russisch“, bloß noch dieses Detail: In
Kiew wurde etwa 1037 mit dem Bau der
Sophienkathedrale begonnen. Um 1156 entstand in
Moskau eine erste hölzerne Wehranlage, die später,
ab etwa 1367, zum steinernen Kreml wurde. Die
Ukraine war also schon eine kulturelle und
politische Kategorie von Rang, da hatten Russen erst
an den Grundlagen von was auch immer zu arbeiten.
Der aktuelle Treppenwitz erigierter
Putinisten, Zitat Scancariello:
„Russian TV host
Vladimir Solovyov, along with some of his guests,
said that Russia should take back Finland, the
Baltic states [Estonia, Latvia, and Lithuania], and
Poland, and ‚stop giving away territories‘.“ [
Quelle] [
Fortsetzung]
+)
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