9. Juli 2026

Oyabun

[Vorlauf] Ein Staatsmann? Lustig! Don Trump, Dealmaker, Pate von Washington, schlägt auf alle ein, die ihm widersprechen. Dafür sind ihm auch Nebenschauplätze nicht zu blöd, wie uns sein aktuelles Gezänk mit Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zeigt.

Dieses Ego will herausragen, alles überstrahlen. Trump meint sogar, er sei auf Social Media erfolgreicher als Taylor Swift. Na klar! Wir sehen ja alle, daß er weit attraktiver ist, als dieser blendend aussehende Star der Unterhaltungsbranche. Swift hat übrigens laut dem Wirtschaftsmagazin Forbes ein geschätztes Nettovermögen von über zwei Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.



Mit den Worten von Otto Waalkes: "...und nun preiset meinen Namen;
denn sonst setz's was. Amen!"

Trump im Vergleich: „With the first cryptocurrency of a US president, almost a million people have now incurred a total loss of 3.81 billion US dollars.“ Er selbst wußte freilich davon zu profitieren: „Trump himself has made a profit of 636 million US dollars with the memecoin.“ [Quelle: heise online]

Wie erwähnt, bloß nicht widersprechen! Das Drohen ist seine Domäne. Das Beleidgen, das Herabwürdigen. Sollte jemand öffentlich anderer Meinung sein als er, dann setzt es mindestens grobe Schelte, mitunter Klagsdrohungen.



Er versteht wohl was von Hauswirtschaft. Von Volkswirtschaft auch?

Publizistin Sandra Navidi: „Wie wir sehen, nutzt Donald Trump seine Macht, um Menschen, die er im Visier hat, zu verfolgen. Gezielt setzt er das Justizministerium auf Kritiker und politische Gegner an, wie auf den früheren FBI‑Chef James Comey, die Staatsanwältin Leticia James, und Trumps ehemaligen Sicherheitsberater John Bolton. Er verunglimpft kritische Journalisten, verklagt sie auf astronomische Summen, und schüchtert sie mit Drohungen ein.“ [Quelle: Frankfurter Rundschau]

Unser Schutzengel?
Eben ließ Trump uns wissen: „Warum sollen wir Europa schützen, wenn…“ Es rührt mich fast zu Tränen. Nein, er und seine Gang schützen niemanden. Wie ein Oyabun der Yakuza, ein „Bossvater“, führt er seine Clique streng und ist für alle, die sich ihm nicht fügen, eine Gefahr. Was er „Schutz“ nennt, nenne ich Business.



Na klar! Alles im Namen der Demokratie.

Stimmt schon, daß dieses westliche Europa vom US-Engagement nach dem D-Day profitiert hat. Ich finde überdies, Österreich war sicherheitspolitisch bisher ein Protektorat der NATO. Dazu haben die USA viel beigetragen. Uneigennützig?

Die US-Regierungen haben immer vor allem ihre eigenen Interessen verfolgt und geschützt. Da ist Trump kein Ausnahme. Mit sehr großem Aufwand suchen die USA weltweit Kontrolle auszuüben. Politikwissenschafter David Vine schätzt, das US-Verteidigungsministerium unterhalte rund 800 Militärstützpunkte in über 80 Ländern. [Quelle: Stuttgarter Zeitung]



Die schützen niemanden, sie machen Deals.

Einen Teil davon kann man sich bei Wikipedia ansehen. Da gibt es ein „Liste von Militärbasen der Vereinigten Staaten im Ausland“ [Link] Data Journalist Mathias Brandt konstatiert: „Das US-Militär ist praktisch überall. Dem Defense Manpower Data Center zufolge waren im September 2025 weltweit etwas mehr als 170.000 US-Soldat:innen stationiert - selbst in China und Russland hat das Land aktives Personal im Einsatz.“ [Quelle: Statista] [Fortsetzung]

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Staatliche Souveränität? Wird überschätzt ;-)