Was gerne „Verschwörung“ genannt wird, halte ich für
ein strategisches Vorgehen mit professionellen
Mitteln, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen
und Gefolgschaft zu generieren. Das ist Business.
Das macht Arbeit. Ich sehe solche Modi bei
politischem Personal ebenso wie bei
privatwirtschaftlich aufgestellten Leuten.
Auf dem Boulevard finde ich dem gegenüber eine Menge
Wichtigtuerei, die von Leuten betrieben wird, denen
sonst offenbar nicht viel zur Verfügung steht, um
sich etwa in den Social Media sichtbar, bemerkbar zu
machen. Ich erlebe abenteuerliche Varianten
einzelner Akteurinnen und Akteure, die sich eine
sehr stümperhafte Art der Berichterstattung
angeeignet haben.
Diese Pose lebt vom
Reposting. Das heißt, jemand greift irgendwelche
Berichte auf, die ihm oder ihr inhaltlich zusagen.
Diese Berichte werden geteilt, also reposted, und
üblicherweise bloß mit einem kurzen Kommentar
versehen. Eine sehr bequeme Art der Wichtigtuerei.

Soziales Lernen 2.0: "Geh scheißen,
Mitmensch!"
Darin besteht die Diskursleistung und
Aufklärungsarbeit ganzer Legionen
mitteilungsbedürftiger Facebookies und Netizens
aller Arten. Dazu reicht ein minimales Denkvermögen.
Ein wesentlicher Teil intellektueller Kraft wird
damit gebunden, bewährte Instanzen der Information
und der Wissensbildung zu diskreditieren. Darum
diese populären Töne a la „Lügenpresse“ oder
„Mainstreammedien“. Daher das energische
Herabwürdigen von „der Wissenschaft“. Viel an
platten Verallgemeinerungen, die mit erheblichem
Einsatz in Gang gehalten werden.
Soweit mich
das noch erreicht, denn es läßt sich nur begrenzt
abweisen, finde ich dabei erstaunliche Beispiele von
rigidem Denken. Ich sehe, soweit ich es näher
kennengelernt habe, da draußen freilich keine
Verschwörung. Was sich da aufplustert und das
Herumbehaupten für Kritik hält, kenne ich als die
erwähnte Kumpanei der Ignoranten, welche auch früher
oft stattfand. Aber das hatte via Bassena,
Stammtisch und Leserbriefspalten weder die
Reichweite, noch die Dynamik, wie ich sie heute von
Internet-Strömungen kenne.

Eine Perle unseres geistigen Lebens
erklärt, wie wir so sind.
Ich rezensieren schon eine Weile in Glossen den
Rechtsruck, wie ich ihn bei meinem Milieu
feststelle, dem Kunst- und Kulturvölkchen. Dazu
kommen gelegentliche Aufdringlinge, die im
Vorbeigehen versuchen, mir was auszurichten;
exemplarisch der Schnösel vom Kulm.
Bemerkenswert, wie solche Typen Unwahrheiten
ausstreuen, um ihre Anfechtungen zu begründen.
Widerlegt man ihre Malversationen mit den
entsprechenden Quellen, ignorieren sie solche Belege
und behaupten, man würde sie beleidigen. Der Dreh:
a) Blame Shifting und b) Verfälschung der Quellen.
(Siehe dazu: „
Rigides
Denken: der Schnösel III“!)
[
Fortsetzung]
Die erwähnten
Kolumnen+)
Kulturpolitik (v@n-site)
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+)
Rechtsruck+)
Mars++)
Palästina